Was ich mache

Aktuelle Situation:

Beruflich
Derzeit bin ich halbtags erwerbsgeminderte Rentnerin und die andere Hälfte des Tages bin ich kleingewerblich tätig. Ich biete allerhand Dienstleistungen. Vorrangig bin ich dazu nachmittags und abends in und um Köln-Ehrenfeld aktiv. Mehr dazu können Sie auf meinen gewerblichen Seiten nachlesen: ehrenf.de
Freizeitlich
Ich habe aktuell keine Freizeit. Gelegentlich knappse ich mir etwas Zeit und Energie an anderen Stellen ab, um wenigstens ein paar Minuten lang irgendwas Privates konzentriert tun zu können, wie etwa das hier zu schreiben. Aber mehr kommt nie dabei rum. Nehme ich mir mehr, gerate ich in den anderen Bereichen unter schlimmen Druck und habe alles andere, als irgendwas gewonnen.
Entwicklerisch
Ich muss mein Zeit- und Energiemanagement weiter verbessern, um Zeit zu gewinnen und meine Energie optimal einzusetzen und um Stress zu vermeiden. Die Schwierigkeit dabei ist, dass ich permanent massenhaft unbefriedigte Bedürfnisse habe und Disziplin deshalb höllisch schwer ist. Außerdem weiß ich zwar schon viel darüber, was mich wie erschöpft, aber noch nicht alles ganz genau. Da muss ich also noch weiter Erkenntnisse sammeln.
Da ich mich über Jahre hinweg annähernd an nichts mehr erinnern konnte, jetzt aber wieder prinzipiell dazu in der Lage bin, will ich mich außerdem mit meinen Erinnerungen erneut auffüllen. Nicht die sein zu können, als die man sich kennt und sich dann auch noch an nichts aus seinem Leben erinnern zu können, ist nämlich arg übel. Ich will das notfalls wenigstens nachlesen können. Und vorläufig will ich es erstmal wieder weitgehend zurück haben.
Karmisch
Ich lerne gerade einiges grundlegender denn je, z.B. was Leben ist, indem mir dauerhaft kaum etwas davon gelassen ist. Ich würde gerne auf die Erfahrungen verzichten, die dazu nötig sind, aber die Erkenntnisse, die daraus erwachsen, finde ich tatsächlich erhellend und sie passen zu dem, was für mich seit jeher von Interesse war.


Ich während meiner Phase als Erzieherin. Eine Profilaufnahme von mir, in einem Freizeitpark. Ich während meines Studiums der Sozialpädagogik. Das Bild zeigt mich mit geschlossenen Augen bei einem Tastspiel im Fach Spiel- und Interaktionspädagogik. Ich, während meiner Zeit als ich massenhaft Jobs hatte, zu denen ich viele Kilometer weit mit dem Rad fahren musste. Ich bin hier als Erzieherin in einer Pause auf Stufen sitzend zu sehen. Meine muskulösen Beine, die man sieht, weil ich eine kurze Hose trage, sind hier das Highlight. Ich mit 36 an einem CSD-Stand des Schwulen- und Lesben-Zentrums, in dem ich Kommunikationsschnittstelle war. Ausschnitt aus einer Aufnahme während einer Fortbildung, in dem ich zu sehen bin. Ausschnitt aus einer Aufnahme während einer Fortbildung, bei der meine gestikulierenden Hände zu sehen sind.

Letzte Version der Darstellung dessen, was ich mache, die bis ca. 50 stimmig war:

Hauptberuflich
Derzeit übe ich, aus gesundheitlichen Gründen, keinen Hauptberuf aus.
Nebenberuflich
Nebenberuflich bin ich seit ein paar Jahren kleingewerblich tätig. Ich biete allerlei Dienstleistungen, die sich grob mit "Hilfsdienste, Internetservices, Beratung" übertiteln lassen. Vorrangig bin ich dazu nachmittags und abends in und um Köln-Ehrenfeld aktiv. Mehr dazu können Sie auf meiner gewerblichen Präsenz nachlesen: ehrenf.de
Freizeitlich
Da ich seit Längerem allzu früh am Tag erschöpft bin, musste ich mein Freizeitverhalten ändern. Ein Großteil der Energie, die mir zur Verfügung steht, stecke ich in meine gewerbliche Tätigkeit. Selbstverwaltung kostet mich zusätzlich viel kostbare Kraft. Deshalb bleibt mir freizeitlich kaum noch was, bis ich schließlich annähernd ins Koma falle. Ruhe, Gartengenuss, freie Reflektion, persönliche Kontakte, Ausgehen habe ich darum stark eingeschränkt. Entschieden habe ich mich hingegen für die (etwas verhaltenere) Pflege des Gartens und des Projekts zustellerin.org, für den monatlichen Besuch einer Wechseljahrsgruppe und einer Discoveranstaltung, für überschaubare Mail- und Telefonkontakte. Wenn ich Zuhause an etwas arbeite, flimmert meist der Fernseher leise im Hintergrund. Wenn ich bemerke, dass mich da was interessiert, wechsel ich vorübergehend auf meinen Fernsehsessel. Gaaanz selten besuche ich jemanden oder lasse mich besuchen.
Bevor ich mich an meine Krafteinschränkung angepasst hatte, war es furchtbar. Ich habe ständig mich selbst und andere frustriert. Jetzt habe ich nur noch dann Probleme, wenn hin und wieder manche andere noch mit mittlerweile unerfüllbaren Erwartungen auf mich zukommen.
Entwicklerisch
Nun, in erster Linie wünsche ich mir, dass sich mein Energiehaushalt verbessert. Ich selbst fordere ihn deshalb, aber überfordere ihn möglichst nicht. Ich mache deutliche Fortschritte, aber nur sehr langsam. Wegen meiner gesundheitlichen Einschränkungen musste ich viel Mut zur Lücke und Entscheidungsfreude entwickeln. Dabei ist auch etwas entstanden, was ich vorher nicht kannte: Zielstrebigkeit. Demnächst ist mal wieder ein Sprechtraining dran. Das erlege ich mir immer dann auf, wenn ich mal wieder angefangen habe, lässig zu nuscheln. Seit ein paar Jahren entwickle ich einen Metablick auf Gesellschaftliches. Alles, was ich sehe, höre, recherchiere fügt sich da blitzschnell ein. Das ist höchst spannend. Mein interaktives Verhalten hat außerdem begonnen, sich zu verändern. Immer öfter lache oder spreche ich Menschen INITIATIV an. Was daraus entsteht, ist fast durchweg positiv und mir fällt auf, wie REAKTIV ich mich zuvor meist verhalten habe. Weil ich gesehen habe, dass meine Seiten von mobilen Anzeigegeräten abgerufen werden und sie zur dortigen Anzeige aber nicht sonderlich geeignet sind, schreibe ich gerade Kurzfassungen meiner Präsenzen für die Anzeige auf Mobilgeräten. Erstmal werden das ganz simple Seiten. Später, wenn ich ganz in Ruhe dazu genug gelesen habe, werde ich das optimieren und noch später ... Aber das liegt noch in zu weiter Ferne.
Karmisch
Ich soll sein und zwar die, die ich bin. Ich weiß Freude zu empfinden, zu empfangen und einzubringen. Ein Hans im Glück bin ich und mehr gibt's eigentlich nicht zu tun. Das Schicksal weiß aber, mich zu nutzen. Häufig setzt es mich in Schlüsselsituationen irgendwelcher Leute ein. Anteile meines Soseins bewirken dann was. Das ist nicht anstrengend; ich muss dann ja einfach nur so sein - wie ich eben bin. Im Gegenteil, es fühlt sich gut an, wenn's fließt. Und es kommt dann auch noch so ungeheuer viel zurück.


Ute Ziemes (utez.de), Erste Version veröffentlicht 2001