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Montag, 6. August 2012

Jürgen von Manger (1923-1994)

Ich sah Jürgen von Manger in seiner Rolle des Ruhrgebietlers Adolf Tegtmeier in meiner Kindheit sehr gerne. Seine Wortkreationen und verdrehten Erklärungen waren  extrem lustig. Zumindest in der Anfangszeit. Später wurde er inflationär eingesetzt, um aktuelle Themen "mangernd" zu erläutern.


Auszug aus "Der Tanzkurs" - Tegtmeier erklärt Benimmregeln, wie er sie verstanden hat. - Hier, wie man bei einer Einladung zum Essen die Dame des Hauses begrüßt:
[...] Jetzt meint der Tanzlehrer, also dat könnt' nie verkehrt sein, wenn man die Damen - ööh - eine ... erstmal so'n bißken wat Freundliches sagt, nich, vielleicht so'n paar weibliche Schmeicheleien, ne, dat man vielleicht sagt "Aaach, öööh, wunderbar, heute ha'm Se aber de Haare viel schöner gefärbt wie damals, un überhaupt, sind auch gar nich mehr so dick", ne? Und, "Kumma da, der Pickel am Kinn is ja fast wie weggeblasen", nich? Dat sind natürlich Sachen dann, was die Hausfrau gerne hört.  [...] (Quelle: Transkriptionen Dr. W. Näser 1999 ff, http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/manger1.htm)

Ute Ziemes, privat.utez.de,

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