Sonntag, 19. August 2012

Haarverlust (2005)

Mit 44 habe ich eine Chemotherapie machen müssen. Dabei verlor ich sämtliche Körperbehaarung. Ein Neustart des Haarwachstums fand bei mir erst sehr spät nach der Chemo statt, ging nur sehr langsam voran und blieb bis heute (sieben Jahre später) deutlich hinter dem Status von vorher zurück. Die Augenbrauen sind erst weit nach der Chemo ausgefallen und bis heute erst wieder einlagig gewachsen und nur sichtbar, wenn ich sie färben lasse. Mein Kopfhaar ist erst mit 50 so weit gewesen, dass es, zwar immer noch mickrig, aber nicht mehr krank wirkte. Angesichts der Tatsache, dass mein Kopfhaar vorher schon schwach ausgebildet war, ist das traurig. Immerhin habe ich durch das Neuwachstum auch eine frische Naturhaarfarbe erhalten, obwohl ich vorher schon deutlich ergraut war. Anfangs fand ich das nicht so toll, weil ich ein hübsches Grau hatte und ich das gern wieder gehabt hätte, aber mittlerweile finde ich, dass es was hat, dass ich immer älter werde, aber nicht grau. Das trägt zwar nicht hilfreich zur Klärung der alternden Identität bei, führt aber nicht nur bei mir sondern auch bei anderen zu interessanten Irritationen. Leider sind mir aber nicht auch frische Gesichtshautzellen und Zähne gewachsen, die dazu passen würden. Also eigentlich sehe ich aus wie ein Unikum, im kauzigen Sinne.

Eindrücke:

Bilder von mir, kurz vor, während und nach der Chemo.
Zeilenweise von links nach rechts:
44, kurz vor der Chemo mit langen Haaren
44, während und nach der Chemo mit Glatze
45, nach vielen Monaten des wiedereinsetzenden Haarwachstums mit kahlen Stellen
44, mit Kappe auf Glatze
44, mit Perücke
50 wieder mit eigener Frisur (Passfoto ohne Brille)
Ute Ziemes, privat.utez.de,

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